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Textosteron - 0 - 100 |
Das große Glück, noch klein zu sein,
das sieht der Mensch als Kind nicht ein.
Er täumt davon, so ungefähr,
dass er schon sechzehn, siebzehn wär.
Doch dann mit sechzehn denkt er: halt!
Wer über zwanzig ist, der scheint schon alt.
Kaum ist die zwanzig knapp geschafft,
sind Deißiger schon greisenhaft.
Und dann die Vierzig - welche Wende,
da drohen die Fünfzig fast als Ende.
Doch nach der Fünfzig, peu à peu,
schraubt man das Alter in die Höh.
Die Sechzig sind noch ganz passabel,
die Siebzig auch nicht miserabel.
Anschließend hofft man fein und still,
ich werde achtzig, so Gott will.
Hat man die Achtzig überlebt,
dann werden Neunzig angestrebt.
Dort angelangt, zählt man geschwind
die wenigen, die noch älter sind.
Wo immer auch dein Alter steht,
ich wünsch, dass es so weiter geht;
und dass beim Zählen dich's nicht wundert:
Fühl ich mich nur so - oder bin ich schon hundert?
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