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Textosteron - Stünd' eine Rose

Stünd' eine Rose für ein Jahr,
trotz wahren Glückes kurze Dauer,
ich zählte ganz schön viel - fürwahr,
doch überwog meist Schmerz und Trauer.

Nie konnte ich so richtig geben,
habs daher auch noch nicht bewiesen,
die Liebe für ein ganzes Leben;
sie vermochte sich's selbst zu vermiesen.

Wenn Bosheit in die Seele dringt,
als düstrer Nebel dich umgibt,
man dadurch fast sich selbst umbringt,
nebst den, den eigentlich man doch liebt.

Wünschte ich einst mir eine Fee -
ne gute, selbstverständlich,
die sagt, was war, das ist passé;
so hofft' ich nur vergebens - letztendlich.

So verzeihet mir, ihr vielen Lieben,
an denen ich sehnlichst mich gerieben,
für das, was ich euch angetan.
Als derer, der euch hat all vertrieben,
gehe einzig ich kaputt daran.

Stünd' eine Rose für ein Jahrzehnt
der Zuversicht und ew'gen Liebe,
umgäbe mich ein Riesenstrauß - tagein, tagaus;
auch wenn's allein ein Traum nur bliebe.